Buchtipps

Sie möchten tiefer in das Thema Berufswahl einsteigen? In den folgenden Empfehlungen finden Sie weiterführende Informationen:

Und was machst du so? Vom Flüchtling und Schulabbrecher zum internationalen Unternehmer

Von Ali Mahlodji

Ali Mahlodji wurde im Iran geboren und wuchs in einem österreichischen Flüchtlingsheim auf. Er stotterte, schmiss das Abitur und probierte über vierzig verschiedene Jobs aus. Dabei lernte er auch, wie unglücklich der falsche Beruf machen kann. Schon als 14-jähriger wünschte er sich ein „Handbuch der Lebensgeschichten" – ein Buch, in dem man sich von den Lebenswegen anderer inspirieren lassen kann. 2012 gründete er das Startup whatchado: Die Internet-Videoplattform, auf der Menschen von ihrem Leben, ihrer Karriere und ihren Träumen erzählen. Damit will er Jugendlichen und Arbeitssuchenden Mut machen und Perspektiven bieten. Tausende Menschen – vom Auszubildenden bis zum österreichischen Bundespräsidenten – geben dort mittlerweile Einblick in ihren Beruf und in ihr Leben. In diesem Buch erzählt Ali Mahlodji nun seine eigene Geschichte, nach der er immer wieder gefragt wird.

Der Akademisierungswahn. Zur Krise beruflicher und akademischer Bildung

Von Julian Nida-Rümelin

Die deutsche Bildungspolitik ist auf dem Holzweg: Die berufliche Bildung wird vernachlässigt. Im Gegenzug wird die akademische Bildung immer beliebiger und flacher. Anerkennung und Respekt vor dem dualen Ausbildungssystem, in dem Deutschland internationaler Vorreiter ist, schwinden immer mehr. Mit klaren Worten und eindeutigen Fakten zeigt Julian Nida-Rümelin auf, wie gefährlich der aktuelle Akademisierungstrend ist, der am Ende sowohl die berufliche als auch die akademische Bildung gefährden wird. Dabei sind beide Ausbildungen zwar unterschiedliche, aber gleichwertige Wege zu einem gemeinsamen Ziel: Jede Person nach ihren Begabungen und Interessen zu bilden.

Noch ist es nicht zu spät: Nida-Rümelin zeigt Perspektiven für eine Korrektur des bereits eingeschlagenen Weges auf. Denn es gibt effektive Einflussmöglichkeiten, über die jedoch nicht allein der Staat verfügt, sondern auch die Wirtschaft, die Gewerkschaften und vor allem diejenigen, die die Bildung durch eigene Berufspraxis und Lebensentscheidungen tragen: die Lehrenden und Lernenden.