Anne, 31, fachliche Leitung Nachwuchsförderung: „Gesucht gefunden, Topf auf Deckel, Arsch auf Eimer, läuft.”

26.10.2018
Anne bezeichnet sich selbst als Edekanerin aus Überzeugung – in ihr fließt blau-gelbes Blut. Wie es dazu kam, hat unsere ehemalige Azubi-Botschafterin Patricia im Interview für EDEKA backstage herausgefunden.
Anne (eigentlich Ann-Katrin), 31 Jahre alt, ist die fachliche Leitung unserer Nachwuchsförderung im Einzelhandel. Ihr Büro hat sie in der Zentrale am Standort Offenburg – praktisch, dass das nur wenige Autominuten von ihrer Heimat Niederschopfheim entfernt ist.




Nachwuchsförderung: Was macht man da überhaupt?

In der Nachwuchsförderung bietet EDEKA seinen Mitarbeitern die Möglichkeit, sich in Förderungsprogrammen zu einer Führungskraft weiterzuentwickeln. Den Führungsnachwuchs fördern wir so in unseren eigenen Reihen – und das hat Tradition: Das älteste Programm wird nächstes Jahr 50 Jahre alt! Annes Aufgabe dabei: Die Programme in Abstimmung mit anderen Regionen zu koordinieren, Seminare zu konzipieren und durchzuführen. Mit Mitarbeitern in Kontakt treten, sie beraten und ihnen dabei helfen, ihre beruflichen Ziele zu verfolgen.


Vom Azubi zur Führungskraft

In Annes heutiger Position trägt sie viel Verantwortung – auf dem Weg dorthin hat sie an verschiedenen Karrierestationen Halt gemacht. 2007 begann sie ihre Ausbildung im Groß- und Außenhandel. Auf die Zeit blickt sie gerne zurück: „Das selbstständige Arbeiten in der Ausbildung hat mir viel Spaß gemacht: Ganz besonders erinnere ich mich an ein Projekt, bei dem wir eine Fotobox für eine Messe konzipiert haben – das Prinzip kennt heute jeder, war aber damals noch total unbekannt. Da durften wir sehr kreativ werden.” Und nicht zu vergessen: „Meine Crew, ein Haufen Mädels, war eine super Truppe!”

Wenn man Anne heute nach dem Moment fragt, ab dem sie wusste, dass sie bei EDEKA bleiben möchte, antwortet sie ohne zu zögern: „Ab dem Moment, in dem ich in der Personalentwicklung gearbeitet habe.” Nach 2,5 Jahren Ausbildung wurde sie dort, in ihrer Wunschabteilung, direkt übernommen.



In der Personalentwicklung arbeitete sie zunächst im Seminarmanagement, wo die Vor- und Nachbereitung der Seminarreihen abläuft: „Heute ist es für mich sehr hilfreich, dass ich die Nachwuchsförderung von der Pike auf kennengelernt habe”, meint Anne. Nach vier Jahren wechselte sie Team und Standort: In Gundelfingen verstärkte sie das Team der Trainer und gab Seminare für Azubis. Seit etwa einem Jahr ist sie nun die fachliche Leitung für den Bereich Nachwuchsförderung. Mit ihrer Entscheidung, bei EDEKA zu bleiben, ist sie immer noch super zufrieden: „EDEKA ist als traditionelles und familiäres Unternehmen total mein Ding. Obwohl es natürlich auch bei uns darum geht, Umsatz zu erzielen, steht der Mensch im Fokus – das finde ich einfach Bombe.”

Was Anne in ihrer Karriere bei EDEKA erlebt hat, hilft ihr heute, Mitarbeiter und Kollegen bei ihrem Aufstieg im Unternehmen zu beraten und zu unterstützen: „Eine Karriere verläuft nicht immer so schnell oder so steil, wie viele sich das vorstellen. Mein Eindruck ist, dass viele junge Leute zu ungeduldig sind und nicht beachten, dass ihre angestrebten Positionen meistens schon von qualifizierten Kollegen besetzt sind.” Über den Ausdruck „junge Leute” muss Anne mit ihren 31 Jahren kurz schmunzeln und ergänzt dann: „In bestimmten Positionen braucht man einfach ein gewisses Standing. Wenn ich mir vorstelle, dass ich schon mit Anfang 20 Seminare gehalten hätte … das gelingt mir jetzt einfach besser – und setzt mir selbst auch nicht mehr so arg zu.”


Annes liebstes Beispiel: Geschäftsführer Rainer Huber, der bei EDEKA die Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel gemacht hat – und sich dann hochgearbeitet hat. Auch Rainer Huber hat uns für ein Interview bereits Rede und Antwort gestanden. Neugierig? Lerne ihn und seine Geschichte hier kennen:

Zum Interview mit Geschäftsführer Rainer Huber

 


Von Menschen und Stühlen

Dass Anne ihren Traumjob gefunden hat, bekommen auch ihre Freunde zu spüren. „Die wissen sehr genau, was ich mache – weil ich es ihnen immer auf die Nase binde.” Wo kommt so viel Begeisterung her? Da redet Anne auf einmal von Stühlen: „Ich vergleiche meine Arbeit häufig mit einem Schreiner, der einen Stuhl herstellt. Es geht um die Befriedigung, wenn am Ende eines langen Prozesses etwas fertig gestellt ist. Wenn nach Sägen, Schleifen, Drechseln, Leimen, Mühe, Schweiß und vielleicht zwischendurch ein bisschen Verzweiflung der perfekte Stuhl vor dir steht – und alleine das Anschauen dich stolz macht. Und was noch schöner ist: Im Gegensatz zu einem Stuhl ist bei Menschen die Reise, ihre Entwicklung, nicht an einem bestimmten Punkt zu Ende.“



Auch wenn die Arbeit Spaß macht, die Herausforderungen bleiben: Dazu gehört vor allem die Dynamik, Schnelligkeit und Aufgabenbandbreite, mit der die Abteilung arbeitet: „Ich habe in meinem Beruf in keinem Jahr das Gleiche getan wie in dem zuvor. Aber man lernt mit den Erfahrungen, springt auch mal ins kalte Wasser.” Und das sieht man auch an den großen Projekten, an denen Anne in den letzten beiden Jahren gearbeitet hat: ein Mix aus  Imagekampagne mit Mitarbeitern, einem Ausbilder-Seminar, einem Rubbeltest, mit dem jeder die passende Weiterbildung findet – und ganz aktuell ein Webinar, das jetzt im Oktober startet.

Hat Anne dich mit ihrer Begeisterung angesteckt und du kannst dir eine ähnliche Karriere vorstellen?
Hier geht’s zur passenden Ausbildung!